Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert
 

Dienstag, 4. November 2008

Finanziell etwas besser

Habe heute herausgefunden, dass für uns genau 2 Jahre nach der Geburt finanziell recht locker sind. Nur dann das Jahr bis zum Kindergarten wird dann sehr eng, dann geh ich wieder arbeiten und es wird wieder lockerer.

Das Haus ist ja zu klein.

Irgendwann, in 2-3 Jahren, brauchen wir ein separates Zimmer für das Kind. Denn es im Hauswirtschaftsraum unterzubringen, ist unpraktisch - die Katzen haben dort ihre Tür und die Heizung gibt ja auch mal ein paar Laute von sich. Außerdem sind dort viele Lebensmittel gelagert, und viel anderes Zeugs. Die Küche ist natürlich noch unpraktischer, wir wollen uns ja auch zu Schlafenszeiten des Kindes mal was aus dem Kühlschrank holen oder so. Wohnzimmer scheidet sowieso aus. Schlafzimmer ja auch. Im Arbeitszimmer, das ja eine Werkstatt ist, ist die Sicherheit nicht wirklich gegeben. Im Flur sowieso unpraktisch, weil der zu schmal ist. Bad und WC sind zu allen Zeiten zu stark frequentiert. Und einen Keller haben wir nicht, ebensowenig eine Gartenhütte, die frei ist. Beißen wir also in den sauren Apfel und bauen den Dachboden zum Schlafzimmer aus, und das Kind kann das jetzige Schlafzimmer haben.

;-)

ja und nein, für und wider

verfasst am 29.10.08


Ich sehe das getrennt: Kinder wollte ich nie, und ich hadere mit dem jetzigen Zustand und der veränderten Zukunft - ABER: ich hadere nicht mit diesem Kind, das da wächst. Ich weiß nicht genau, wie ich das erklären soll. Ich lehne es an sich nicht ab, ich spüre das. Obwohl diese Veränderung nicht willkommen ist, ist das Kind an sich aber willkommen. Wir ändern für dieses Kind alle Pläne und Gegebenheiten. Ich liebe die Aussichten nicht gerade, die sich aus der Schwangerschaft ergeben, aber ich liebe dieses sich entwickelnde Kind. Herrn Rabe geht es witzigerweise genauso. Wir ärgern uns über die Veränderung, denken aber liebevoll an das 2,5-cm-Etwas in mir.

Ist wohl die Natur. Instinkt. Angeboren. Oder so.




Nachtrag heute: inzwischen dürfte es 3 cm groß sein.

nah am Wasser gebaut...

verfasst am 28.10.08

seit einer Woche bin ich total heulig. Wenn ein sentimentales Lied im Radio läuft, kommen mir die Tränen. Wenn ich einen Film anschaue, schluchze ich wegen der dämlichsten Szenen. Wenn ich Nachrichten lese/höre/sehe, schießen mir die Tränen bei Unfallberichten in die Augen. Wenn Luis auf meine Schulter springt und dabei eine meiner Brustwarzen berührt, tut es sehr weh und schluchze vor Verzweiflung darüber. Wenn ich jemandem von meiner Schwangerschaft erzähle, fange ich kurz an zu heulen. Wenn ich bzgl Schwangerschaft etc im Internet recherchiere oder in Broschüren lese, kommen mir immer wieder die Tränen. Wenn ich z.B. Essen koche und mein Mann in die Küche kommt und mich umarmt, überkommt mich ein kurzes Schluchzen. Wenn ich mich morgens anziehe und merke, dass nicht eine Bluse mehr passt, kommt mir eine Träne.

Das sind wohl irgendwelche tückischen Hormone, oder wie. Mistviecher.




Nachtrag heute: seit ein paar Tagen ist es etwas weniger geworden.

Montag, 3. November 2008

Finanziell...

... sieht es wohl nicht so rosig aus. Alles bis 12 Monate nach der Geburt ist noch bestens abgesichert, dann sind weitere 4 Monate einigermaßen gesichert, aber danach fehlen uns mehrere hundert Euro monatlich. Ich lasse mir das noch mal genau ausrechnen, aber bis das Kind in den Kindergarten geht und ich wieder Teilzeit arbeiten kann, siehts ganz schön knapp aus. Das macht mir Sorgen.

Ich arbeite nicht mehr

Ich wollte grad den Job wechseln, das eine Projekt war beendet. Und genau in dieser Lücke wurde ich schwanger. Aus moralischen Gründen kann ich mich nicht schwanger in ein neues Unternehmen "einschleichen". Also habe ich das gestoppt und bin nun arbeitslos. Hat aber den angenehmen Nebeneffekt, dass ich mich voll um mich kümmern kann: Entspannen, Denken, Planen, Informieren, Bewegen, usw

Ich merke, dass ich das dringend brauche. Denn ich bin ab ca 15/16 Uhr total schlapp und müde, und meist schlafe ich gegen 19 Uhr ein. Abends bin ich zu nix mehr zu gebrauchen.

Eine innere Ruhe kehrt in mir ein. Ich muss mich um nichts anderes kümmern. Was für ein Luxus. Wenn doch der Fakt echt scheiße ist, ist der Zeitpunkt ein Geschenk.

unmöglicher Arzt

Als ich beim Arzt war, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen, war ich mit den Nerven völlig am Ende und nicht voll denk- und reaktionsfähig.

Ich musste 10€ Praxisgebühr zahlen, obwohl das fürs Feststellen einer Schwangerschaft nicht fällig ist. Ich habe das erst hinterher gelesen, dass das so ist, und ich werde mir das Geld wiederholen.

Die ganze Praxis war gepflastert mit Impfaufforderungen. Insbesondere bzgl Gebährmutterhalskrebs. Da ist doch nun wirklich sehr bekannt, dass das Unsinn und gefährlich ist, das hätte mich gleich abschrecken müssen. Im Nachhinein ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass das NICHT der richtige Arzt für mich ist.

Der Arzt fragte mich lediglich: Was kann ich für Sie tun? Und: Hätten Sie ein Problem mit einer Schwangerschaft? Nehmen Sie Medikamente, haben Sie Allergien? Weiter nichts. Auch während der Untersuchung nicht. Auch hinterher nicht. Eine Schwangere ist doch genauestens zu befragen über ihre Vorerkrankungen, und allgemein gibt man doch Informationen zur Schwangerschaft. Ein Gespräch ist da doch fällig. Aber er sagte nur, ich sei offensichtlich gesund und das Alter sei bei mir kein Problem. Damit ließ er mich allein, obwohl ich ganz offensichtlich völlig fertig war. Er hatte schlicht keine Zeit für mich. Achja, und es fehlte auch die Aufklärung über die Gefahren und Risiken von Ultraschalluntersuchungen. Hätte ich die gewußt, hätte ich mich dagegen entschieden. Jetzt weiß ich es, aber zum Glück hat die eine Untersuchung keinen Schaden angerichtet. Und die Untersuchung selber war völlig herzlos, ich war total verspannt, es tat weh, und ich sagte noch, es tut weh und ich bin verspannt, aber es kümmerte ihn nicht.

Ich werde, wenn ich mir die 10 € wiederholte, Infomaterial zu Impfrisiken und Ultraschallrisiken in der Praxis abgegeben. Aber ich denke mal, dass der Arzt seine Praxis u.a. über die Pharmaindustrie finanziert und diese Broschüren einfach wegwirft (da er entweder blind überzeugt ist oder im System gefangen).

Jetzt werde ich in einem alternativen Geburtshaus komplett betreut. So, wie es mit meiner alternativen Lebenseinstellung vereinbar ist.

Sonntag, 2. November 2008

Das Unglück

verfasst am 27.10.08.


Einmal mit der Pflanzen"pille" gepennt, und schon schwanger. Es ging so lange gut! Wie fruchtbar (furchtbar) doch eine Frau mit Ende 30 sein kann. Ich könnte kotzen. Die einen wollen und können nicht, die anderen wollen nicht und können nicht verhindern. Ich wollte nie Kinder, ich kann mit Kindern nichts anfangen, aber eine Schwangerschaft abbrechen kommt aus moralischen Gründen noch weniger in Frage. Also heißt es: Augen zu und durch. Und wenn mir auch nur EINER noch mit Glückwünschen kommt und dass das doch was Schönes ist und dass sich das Mutterglück schon einstellen wird, den steinige ich durchs Web oder Telefon oder sonstwie. Ich schwör. Ich kanns nicht mehr hören, und ich mag nicht mehr drüber sprechen.

Glücklicherweise haben Kind und ich aufgrund meiner guten Gesundheit beste Chancen, alles gesund zu überstehen. Das Herz schläg schon fleißig, Arme und Beine sind allerdeutlichst zu sehen. Was es wird, ist noch nicht erkennbar.

Eine Woche habe ich gebraucht, mich damit abzufinden. Stets in der Hoffnung, dass dies nur ein Alptraum ist. Aber beim Arzt lässt sich das nicht mehr aufrecht erhalten. Sehr ernüchternd, das in sich auf dem Bildschirm zu sehen. Realität halt.

In den letzten Tagen bin ich nicht mehr ganz so am Boden zerstört, ich kann inzwischen schon drüber witzeln. Manchmal.

Dienstag, 28. Oktober 2008

was zwischendurch

Luis hat im Frühjahr einen verwahrlosten grauen Kater angeschleppt, hat ihn immer sein Futter essen lassen (im Haus, nachts). Die beiden wurden Kumpels und irgendwann sahen wir ihn auch. Er lief aber immer weg, wenn er uns witterte. Irgendwann habe ich ihm Futter auf die Terrasse gestellt, was er nur aß, wenn wir uns versteckten. Irgendwann aß er es auch, wenn wir zu sehen waren. Irgendwann haben wir ihn drinnen mit gefüttert. Irgendwann ist er bei uns eingezogen.

Wir haben nun 2 Katzen. Der Graue hat sich prächtig entwickelt - aus dem unterernährten grauen struppigen Kater ist ein wunderschöner samtig-grauer Schmusekater der Marke Karthäuser geworden.

Also trotz der Katastrophe gibt es auch noch schöne Dinge hier.



Nachtrag am 2.11.08:

Sonntag, 26. Oktober 2008

Ich blogge wieder.

Denn ich habe einen Grund: ich habe mächtig viel zu erzählen. Von wegen, dass jetzt alles schön ist - es war für ein paar Monate alles schön, aber nun... nun wird alles ganz ganz anders, und da kann ich über Jahre drüber bloggen.

In einer Woche gehts los.

Donnerstag, 7. Februar 2008

ich hab keine Lust mehr aufs Bloggen

Mein Leben habe ich im Griff, alles ist schön, ich bin ausgeglichen, ich bin diesen schrecklichen Arbeitgeber los, Luis bereichert mein Leben... ich weiß nix mehr zu schreiben.

Freitag, 1. Februar 2008

Alles hat seinen Preis...

... und für manches ist er zu hoch.

Freitag, 25. Januar 2008

WAS für ein Sonnenaufgang...

Dienstag, 22. Januar 2008

Schnee

Hier liegt der erste Schnee dieses Winters. So ca 2 cm, lach... und Luis hüpfte wie ein Kangaroo (hä, wie schreibt man das auf deutsch???) durch den Schnee... möglichst weit kommen mit möglichst wenig Kontakt zum Schnee *grins*

Sonntag, 13. Januar 2008

Raus!

Hier scheint die Sonne, und ich gehe jetzt raus! ca 3 Stunden spazieren gehen!

Die zehrende Zeit mit einem Schreikind

und die nicht viel bessere Zeit danach, weil das nicht-mehr-Schreikind ein hochsensibles Kind ist... Eindringliche Leseempfehlungen: "Das 24-Stunden-Baby" von Dr. Sears. www.mein-schreibaby.de www.suesserleben.de

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