Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert: Rosa und schwarze Tütchen
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Rosa und schwarze Tütchen

Sonntag, 7. Dezember 2008

Entscheidungen im Leben

Manche Entscheidungen sind in dem Moment genau richtig, in dem man sie trifft. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass sie sogar nachhaltig richtig sind. Diese Entscheidungen stellen einen zufrieden.

Manche Entscheidungen sind in dem Moment genau richtig, aber mit der Zeit stellt sich die Entscheidung als Irrtum heraus. Aber trotzdem war sie zu dem Zeitpunkt damals richtig, und sie war noch einige Zeit lang richtig, aber irgendwann hat sich die Situation verändert und man muss die Entscheidung korrigieren. Diese Entscheidungen formen einen.

Aber manche Entscheidungen sind in dem Moment falsch, in dem sie getroffen werden. Man fühlt es irgendwie, aber denkt, es gibt keinen anderen Weg und es wird schon irgendwie. Nach einiger Zeit bemerkt man den Fehler. Und bereut es zutiefst, und das auf Ewig. Diese Entscheidungen belasten und verändern einen.


Von Nr.1 habe ich sehr viele Entscheidungen getroffen. Von Nr. 2 mehrere. Von Nr. 3 genau zwei, aber sie liegen 12 und 8 Jahre zurück.



Habt Ihr auch Nr. 3?

Montag, 9. April 2007

schwarzes Tütchen

heute habe kein schwarzes Tütchen hier rumliegen sehen. Nur mein rosa Tütchen...

Sonntag, 8. April 2007

das erste schwarze Tütchen...

... habe ich heute entsorgt.

Ich war ein paar Stunden spazieren und sinnierte über diese beiden Tütchen. Ich war irgendwo - fernab von Straßen, Häusern und Menschen. Ich genoß die Sonne, den blauen Himmel und die frühlingshafte Natur. Die Vögel zwitscherten um die Wette. Irgendwo rief ein Fasan.

Ich guckte in mein rosa Tütchen, fand viele schöne Dinge. Ich freute mich sehr darüber, und wühlte mehr darin herum. Was ich alles darin fand, war schon erstaunlich.

Ich blieb mitten auf der Wiese stehen, an einem kleinen Graben. Hielt mein schwarzes Tütchen in der Hand. Starrte zum blauen Himmel herauf. Grübelte. Wartete. Guckte in der Gegend rum. Dann, irgendwann, warf ich das schwarze Tütchen in den Graben und der Witz war, dass in dem Moment ein Frosch quakte, als das Tütchen in den Graben fiel. Erdachtes Tütchen, echter Frosch.

Samstag, 7. April 2007

Rosa und schwarze Tütchen

Bei Hoboy gefunden und für klasse befunden:

Als ich eines Tages, wie immer traurig, durch den Park schlenderte
und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken
was in meinem Leben schief läuft,
setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: " Warum bist Du traurig?"

"Ach", sagte ich "ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich.
Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht wie es weitergehen soll."

"Hmmm ", meinte das Mädchen, "wo hast Du denn Dein rosa Tütchen?
Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen."

"Was für ein rosa Tütchen?", fragte ich sie verwundert.
"Ich habe nur ein schwarzes Tütchen."

Wortlos reichte ich es ihr. Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Tütchen hinein.

Ich bemerkte wie sie erschrak. "Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern."

"Hier nimm," meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. "Sieh hinein!"

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens.

Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren.

"Wo ist Dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.

"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter drum", sagte sie.

"Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen.
Da stopfe ich soviel wie möglich hinein.
Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden,dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein. Dann geht es mir sofort wieder besser.

Wenn ich einmal alt bin und mein Ende droht, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen.
Es wird voll sein bis obenhin und ich kann sagen, ja , ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!"

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte,
gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein.
Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss,
den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.
Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.

Glücklich machte ich mich auf dem Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

raus aus dem Schneckenhaus

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