Rabenmutter
Frau Rabe - 27. Feb, 21:31
in den ersten 6 Monaten blieb ich ja komplett verschont von irgendwelchen typischen Beschwerden. Keine Übelkeit, komische Fressgelüste, Krampfadern, Sodbrennen, Krämpfe, Verstopfung, Ödeme. Außer dass ich mit der Tatsache an sich psychisch arg zu kämpfen hatte.
Nun war der Februar allerdings ein mit Beschwerden gefüllter Monat. Fing an mit Kreuzbandschmerzen, starken Ischiasschmerzen, das führte zwangsläufig zu starkem Bewegungsmangel, und das zu allgemeinen starken Verspannungen im gesamten Rückenbereich. Dies bekam ich mit Massagen gut in den Griff, nur der Gang zum Arzt bescherte mir eine 3. Erkältung in 3 Monaten... mein Immunsystem, welches recht aggressiv und stark ist (war), ist durch die Schwangerschaft zum Schutz des Kindes ausgeschaltet, und so bin ich halt ständig erkältet und dann auch lange und heftig. So langsam lagere ich Wasser in den Beinen ein. 3 Wochen lang lag das Kind so komisch, dass es mir ständig auf die Blase drückte, dies wurde durch die Erkältung und eine an der Tür pochende (aber nicht eingelassene) Blasenentzündung recht schmerzhaft. In dieser Zeit habe ich nie bequem liegen können, weil ja immer irgendwas wehtat. Ich habe also oft sehr schlecht geschlafen, selten eine schmerzfreie Liegeposition gefunden, und Hüfte/Becken/Knie tun beim Schlafen immer nach einiger Zeit weh (also findet ein ständiger Schlafpositionswechsel statt).
Jetzt ist der Februar rum, meine Erkältung ist jetzt weg, die Kreuzband- und Ischiasschmerzen sind vorbei, meine Verspannungen im Rücken sind fast komplett wegmassiert. Die Blase hat wieder alle Freiheiten. Aber Hüfte/Becken/Knie sind immer noch unglücklich mit allen Liegepositionen.
Ab nächster Woche gehe ich 2 x wöchentlich schwimmen. Ist finanziell zwar eine ungünstige Belastung, weil a) in der Nähe nur ein sehr teures Bad ist und b) die Fahrtkosten zu den günstigen Bädern sehr hoch sind, (ist halt Pech, wenn man in der Wallachei wohnt), aber das wird mein Wohlbefinden wieder herstellen. Das Wasser wird aus dem Körper gedrückt, der ganze Körper entspannt sich, die Muskulatur wird schonend aufgebaut, die Psyche entspannt sich. Ich werde mich dann endlich wieder richtig bewegen können, länger spazieren gehen können, und eine bessere körperliche Verfassung für die Geburt erreichen können.
Wie sagte ein VW-Abgesandter vor ca 12 Jahren zu mir, als es um die katastrophale Einführung der neuen Software für die gemeinsame Lagerbestandsverwaltung der Zuliefererartikel ging:
"ALLES WIRD GUT"
Frau Rabe - 27. Feb, 11:37
Ich verstehe das immer noch nicht. Es ist zwar inzwischen so, dass Ruhe in meine Gefühlswelt eingezogen ist und dass ich mir ein Leben mit unserem Kind vorstellen kann, aber drauf freuen... nein, soweit bin ich noch nicht ganz.
Wir haben jetzt eine Hebamme aus dem Nachbarort ausgesucht, die die Wochenbettbetreuung machen wird. Sie sagte zu uns: "komisch, dass Eltern, die unbedingt Kinder wollen, alles erdenkliche tun, um das Kind nach der Geburt irgendwie auf Abstand zu halten (Kinderwagen statt Tragen, eigenes Zimmer, nicht oder nur kurz Stillen, früh in die Krippe etc) und Ihr, die ungewollt zu einem Kind kommt, genau das Gegenteil tut, nämlich auf Nähe und viel Geborgenheit setzt (kein Kinderwagen sondern Tagen, Kind schläft direkt mit am Bett und für 2-3 Jahre bleibt es mit im Schlafzimmer, langes Stillen, keine Fremdbetreuung vor Kindergartenalter...)". Naja, ich denke halt, warum soll unser Kind unter unserem Verhütungsversagen leiden? Es kann nichts dafür, und es ist ja unser Fleisch und Blut, und es soll es richtig gut im Leben haben. Da Liebe, Geborgenheit und Spaß das einzige ist, was wir grenzenlos geben können, und dies zufällig die wichtigsten Grundbedürfnisse eines Kleinkindes sind, werden wir das tun. Wir könnten eh nicht anders, wir sind halt so. Wir wissen natürlich nicht, ob das alles so funktioniert, wie wir das planen, aber einen ernsthaften Versuch ist es uns auf jeden Fall wert. Geht z.B. das Tragen wegen unerwartet ernsthafter Rückenprobleme nicht, müssen wir uns was anderes ausdenken. Geht das Stillen warum auch immer nicht, müssen wir einen anderen Weg gehen. Geht das mit Kind im Schlafzimmer aus irgendwelchen Gründen nicht so lange wie gedacht, wird der Dachboden halt früher als geplant ausgebaut. Auf frühere Fremdbetreuung werde ich mich wohl kaum einlassen, da müsste schon finanziell ein Unglück entstehen, dass ich früher als gedacht arbeiten muss.
Auf jeden Fall mag ich die Hebamme - sie sieht das Leben recht ähnlich wie wir.
Frau Rabe - 22. Feb, 08:48
Hihi, wenn ich in der Badewanne liege, gucken seit einiger Zeit drei immer größer werdende Inseln aus dem Wasser. Bauch und Busen waren sonst vom Wasser verdeckt, jetzt nicht mehr...
Frau Rabe - 20. Feb, 08:57
... und wächst... so wie er lt "Norm" soll. Alles im grünen Bereich. Habe heute Morgen und Vormittag nur kaum was getrunken, weil ich sonst unterwegs zu oft aufs WC müsste (zur Zeit drückt jemand in meinem Bauch ständig auf die Blase), und das hat die Hebamme natürlich gleich beim Urintest gesehen und ich musste ihr kurz erklären, dass ich sonst wirklich genug trinke, nur halt unterwegs nicht so in Verlegenheit kommen möchte. Herr Rabe hat sich über das hölzerne Hebammen-Hörrohr schlappgelacht, mit dem wir die Herztöne abgehört haben ;-)
Frau Rabe - 19. Feb, 19:45
wenn es eine Technik gäbe, die einem garantiert risikofrei den Einblick in den wachsenden Bauch gestatten würde... seufz! Ich bin wirklich neugierig, wie das Rabenkind grad wohl aussieht! So ungefähr lt. Fachliteratur:

Frau Rabe - 17. Feb, 08:23
Seitdem (s)ich die Sprücheklopfer aussortiert habe(n), entspanne ich mich immer mehr. Ich konnte mir meine Gefühle endlich in Ruhe erlauben, und sowas führt bei mir immer dazu, dass ich mich schnell besser fühle und wieder auf Kurs komme. Kein Einfluss von außen, und ich komme besser klar. Ein Hoch auf mein Schneckenhaus, es ist einfach DIE Lösung für mich. Wisst ihr eigentlich, warum es Schneckenhäuser, Muschelschalen & Co gibt? Weil damals, als das Leben begann und das Meer immer mehr von Räubern bevölkert wurde, die "Opfer" sich irgendwie schützen mussten. Und das Meerwasser veränderte sich für sie positiv, es enthielt immer mehr Kalzium, und sie entwickelten schützende Schalen. Ich habe mit komischem Gefühl schon die ersten Klamotten gekauft (Bio-Cotton-Serie von C&A); ein Beißring von Babydream lief mir über den Weg (Öko-Test sehr gut und ohne Schadstoffe); einen gebrauchten aber nur 9 Monate alten Autositz von Storchenmühle (Ökohersteller, schadstofffrei, Öko-Test sehr gut, ADAC sehr gut) habe ich bei Ebay gekauft; ein Bett von Pinolino (Ökohersteller mit besten Auszeichnungen) haben wir ausgesucht aber noch nicht gekauft; eine Babytrage (Ergobaby Carrier Sport, bio-Baumwolle, giftfrei, mehrfach stark empfohlen) haben wir ebenfalls ausgesucht und auf die Kaufliste gesetzt. Das Schlafzimmer habe ich umgestellt, das Bett kommt direkt an unser Bett angedockt; unsere Kommode erweitern wir demnächst zur Wickelkomode (einfach nach hinten verlängern); habe mir eine Hebamme für das Wochenbett daheim ausgesucht; ich habe sogar schon einen Kinderarzt in der Nähe gefunden, der in unserem Sinne denkt, und der auch die U2 im Hausbesuch macht (er ist zwar Privatarzt, aber das Kind bekommt halt eine entsprechende Krankenversicherung, die habe ich auch schon gefunden). Ich bin also bereits in der Lage, alles vorzubereiten...
Seit dieser Woche ist Herr Rabe daheim. Bis Ende März. Er hat seinen Job gekündigt und ist zum Glück sofort freigestellt worden. Was für ein Luxus - wir haben so viel Zeit jetzt miteinander! Und im neuen Job ab 1.4. kann er sogar die geplanten 2 - 3 Wochen Urlaub nehmen, wenn das Kind kommt (Mai/Juni). Das nenn ich mal Geschenk des Himmels (eine kleine Wiedergutmachung, was?)
Frau Rabe - 13. Feb, 08:36
In allen von Ökotest getesteten Schulranzen wurden nicht wenig Schadstoffe gefunden. Viele Schulranzen waren zudem auch noch praxisuntauglich. Ich finde das schier unfassbar - was denken sich die Hersteller? Schämen sollen sie sich! Siehe
dort.
Alternativen gibt es z.B. bei
Waschbär, etwas teurer aber dafür giftfrei und praxistauglich.
Frau Rabe - 9. Feb, 13:40
Eine liebe Freundin von mir schrieb mir erschrocken, dass sie sich etwas angesprochen fühlte von meinem Beitrag über die "wortlos verschwundenen Bekannten", weil sie im Blog eine ganze Weile nicht mitgelesen hatte und -weil sie nicht wußte wie sie mir helfen soll- sich auch länger nicht gemeldet hatte. Liebe K., wie ich Dir in meiner Email schon schrieb, warst ausgerechnet Du damit wirklich nicht gemeint! *umarm* Wir hatten nämlich Ende Oktober oder Anfang November ein sehr langes schönes Telefonat, bevor ich mich ganz zurückzog.
Sie schrieb mir auch, dass die Dezember-DVD, die ich ja vielen zugeschickt hatte, sehr unpersönlich gewirkt hatte. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht, denn ich hatte das in Kombination mit meinem Blog überhaupt nicht als unpersönlich gedacht und empfunden... Da ich ja aber nun weiß, dass viele von den DVD-Empfängern mein Blog überhaupt nicht lesen, ist verständlich, dass sie es vielleicht auch als unpersönlich empfinden könnten. Dennoch finde ich sehr schade, dass eben diese Leute das Blog gar nicht lesen.
Ich schrieb meiner Freundin K. auch, dass ich es inzwischen irgendwie bereue, mein Umfeld in mein Dilemma eingeweiht zu haben (mit Ausnahmen natürlich). Ich hätte still in der Versenkung abtauchen sollen, wie es viele von mir gewohnt sind, und irgendwann mit Kind und besserer Laune "hallo" sagen sollen. Ach weiß auch nicht. Das Geradeausdenken fiel mir auch irgendwann mächtig schwer, denn diese vielen Vorwürfe und Sprüche , die ich mir anhören musste, machten mich echt kaputt und stürzten mich in schwere Selbstzweifel. Wie sollte ich da noch die verborgenen Reaktionen anderer einschätzen können? Unerwartete Ausnahmesituationen bringen halt unerwartete Ausnahmereaktionen, ok... Für den im Loch Sitzenden ist das halt alles schwer und von da unten nicht überschaubar.
K.: Danke, dass Du mir so offen geantwortet hast, sonst wär ich nie auf die Idee gekommen, dass die DVD als unpersönlich gesehen werden könnte. Da wär ich echt nie drauf gekommen, da ich ja an die Kombination mit dem Blog dachte. "wer denkt, dass er denkt - der denkt nur, dass er denkt"
Frau Rabe - 23. Jan, 09:37
Ich habe es geschafft. Ich habe mich durch den letzten Konflikt vergangenen Freitag tatsächlich davon gelöst, Wert auf die Meinungen anderer zu legen. Ich brauche den Halt anderer nicht mehr. Es ist mir schnurzpiepegal geworden, dass mich viele nicht verstehen, welche dummen Vorwürfe mir gemacht werden, welche meiner Gefühle mal wieder als falsch angemäkelt werden. Ich weiß jetzt, dass ich so fühlen darf, es geht nämlich mehreren Schwangeren so. Das beruhigt mich, und das führte prompt zu einer absoluten Entspannung in mir. Durch das ganze Rumgelaber vieler Leute in meinem Umfeld hatte ich keine Gelegenheit, mich zu sortieren und auf meine Instinkte zu hören.
Fakt ist: wir bekommen ein Rabenkind, ich ärgere mich total darüber dass mir das passieren muss, aber ich habe das Rabenkind selber schon in dem Moment des positiven Schw.-Testergebnisses angenommen. Es kann also nicht von Ablehnung des Kindes gesprochen werden.
Frau Rabe - 20. Jan, 19:21